{"id":132,"date":"2011-10-31T13:51:47","date_gmt":"2011-10-31T12:51:47","guid":{"rendered":"http:\/\/phoenixbanner.de\/?p=132"},"modified":"2018-12-17T22:27:22","modified_gmt":"2018-12-17T20:27:22","slug":"sohne-der-wuste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phoenixbanner.de\/?p=132","title":{"rendered":"S\u00f6hne der W\u00fcste"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6ffnen der folgenden <a title=\"S\u00f6hne der W\u00fcste\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=B12WqN_F6Pc\" target=\"_blank\">Musik<\/a>, dann beginnen zu lesen.<!--more--><\/p>\n<p>Es wird Abend in den Stra\u00dfen von Khunchom. Und diese Abendszeit ist nicht l\u00e4nger die Zeit der Gesch\u00e4fte, Gespr\u00e4che und der lauten Worten in der niemals schlafenden Stadt. Nein, es beginnt die Zeit des Lauschens, des Tr\u00e4umens und dem Wandeln zu fernen Orten, Zeiten und Geschehnissen. Die Stunde der Geschichtenerz\u00e4hler. Der b\u00e4rtigen M\u00e4nner, gezeichnet durch die Zeit und geformt durch die Str\u00f6me des Sandes. Ihre Augen brennend von der Sch\u00e4rfe ihrer Worte und ihre Stimme durchdringend bis ins Innerste selbst. Wei\u00df man auch, dass Geschichten oft nur ein bloses Enfliehen der echten Welt sind und viele dieser Alten niemals erlebten, was sie erz\u00e4hlen, so ist man doch gefesselt, wenn sie zu erz\u00e4hlen beginnen. Man vergisst den Tag, die Last der Arbeit und der Verstand selbst weicht der Fazination.<\/p>\n<p>Und so seid auch Ihr es, der vergisst, was heute war, welche Aufgaben noch vor Euch sind und welche Pflichten euch obliegen. Ihr lauscht seinen Worten. Selhamar al&#8217;Gulham ben Jalif.<br \/>\nDer Geschichtenerz\u00e4hler eures Viertels und der beste Geschichtenerz\u00e4hler ganz Khunchoms, das ist gewiss. Er nimmt gerade noch einen Schluck des leicht w\u00fcrzigen Tees, schaut in die Runde der Stra\u00dfenkinder, fremder Reisenden und ersch\u00f6pfter Arbeiter, welche sich wie so h\u00e4ufig schon in der kleinen Seitenstra\u00dfe der F\u00e4rbergasse gesammelt haben. Ein paar Letzte eilen noch schnell herbei, um einen Platz auf seiner Reise zu bekommen. Leise fragen sich die Kinder, wohin es heute gehen mag. Sie verstummen, als seine volle Stimme erklingt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Nacht. Es wird kalt. Doch uns wird in dieser Nacht nicht kalt werden, das ist gewiss. Lauscht Selhamars Worten! Bei Rastullah, ich habe es mit den eigenen Augen gesehen. Das Feuer. Das ewig Brennende. Das niemals Erlischende. Alles vergeht durch das Feuer zu Asche.&#8220; Er beugt sich ruckartig nach vorne und haut mit der Pfeife auf den Tisch. Glimmende Asche und Rauch vertteilen sich. Die Kinder in der ersten Reihe, welche schon v\u00f6llig in den Worten versunken, zucken \u00e4ngstlich nach hinten. Eins der abgeraften Stra\u00dfenkinder lacht \u00fcber seinen \u00e4ngstlichen Freund, wird jedoch mit einem Hieb in die Seite sofort ruhig gestellt. Khunchom war immer Rau. So wie die W\u00fcste nur den St\u00e4rksten \u00fcberleben l\u00e4st, so tut es diese Stadt ebenso. Selhamar schmunzelt und beginnt die Pfeife erneut zu stopfen.<\/p>\n<p>&#8222;Ihr kennt die Fackeln an den L\u00e4den. Ihr kennt das ewige \u00d6l des Sultans, mit dem er seinen Palast erleuchtet. Und ihr kennt das stille Feuer der W\u00fcste, welche schon viele verbannt hat, ob nun von au\u00dfen oder Innen. Und ihr kennt die Hitze der Sonne \u00fcber uns. Aber ich rede noch von einem anderen Feuer. Ewigem Feuer. Hungrigem Feuer! Unl\u00f6schbarem Feuer! &#8230;.. Drachenfeuer!&#8220;<\/p>\n<p>Er erz\u00fcndet sich seine Pfeife mit einem Z\u00fcndelholz, welches kurz sein im Schatten liegendes vernarbtes Gesicht in der ansonsten d\u00fcsteren, kalten Nacht beleuchtet.<\/p>\n<p>&#8222;Bei Rastullah, es gibt sie. Und sie sind immernoch Teil dieser Welt. Drachen. Sie sind hier unter uns. Zwischen uns. Neben uns. Es ist eine Pr\u00fcfung unseres Gottes. Unsere Pflicht als seine Diener. Echsenz\u00fcniges Pack, das sich einst auflehnte und selbst zu G\u00f6ttern ernannte. Dachte sich Unser zu bem\u00e4chtigen. Aber wir sind stark und Rastullah gab uns seine Gebote um noch st\u00e4rker zu werden und der Verlockung durch die Drachenworte zu wiederstehen!&#8220; Es wirkt fast, als wenn der Alte in eine Art Ekstase zu verfielen schien. Er sammelt sich wieder und sinkt erneut in den weichen Stuhl zur\u00fcck, welchen er wie an jedem Abend aus Aschims Teppichgesch\u00e4ft bekommen hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Aber lasst mich vorne beginnen und die Drachen erst einmal in ihrem ewigen Schlaf. Alles began mit einer Expedition. Einer magischen Expedition. Hier in unserer Stadt. Der Expeditionsleiter war kein geringerer als der ruhmesvolle Magister Hilbert von Puspereiken. Tr\u00e4ger der mithrilenen Kompassnadel und Dekan der Kammer der Wandlung zu Festum. Mit wallenden Roben stand er in seinem Arbeitszimmer, zwischen den Artefakten und Schriftst\u00fccken von l\u00e4ngst vergangenen V\u00f6lkern. Beim Durchsuchen der tiefsten Kammern der Bibliothek unserer Dracheneiakademie, war er auf einen Hinweis gesto\u00dfen. Einem Hinweis, welchem er nachgehen wollte. Er zog gerade das vierte Blatt des seltenen Pvasterikos-pergaments hervor, welches er mit der Tinte aus Blutulmenharz beschrieb. Es waren Einladung, welche mit dem magisch eingebrantem Akademiesiegel versehen und durch Dschinne in die verschiedensten Regionen Aventuriens gebracht wurden. Auch in die L\u00e4nder der Ungl\u00e4ubigen. Sogar in die n\u00f6rdlichsten Regionen in denen es das Eis gibt, erstartes Wasser. Man munkelt eine der Einladung soll sogar bis in die d\u00e4monenverseuchten L\u00e4ndern der Paktierer geflogen sein. Welches \u00dcbel zog er sich damit wohl herauf. Aber er war sich sicher. Der Hinweis deutet auf ein Wendung des Schicksals hin und es war nun an Ihm, Magister Hilsbert von Puspereiken, die f\u00e4higsten Streiter aller L\u00e4nder zu vereinen&#8230;&#8230;&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ffnen der folgenden Musik, dann beginnen zu lesen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-132","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-schwarze-auge"],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"d5fc00bd28ad4f7f926220e4c7d2eb48","server":"vg01.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/d5fc00bd28ad4f7f926220e4c7d2eb48"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=132"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":955,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132\/revisions\/955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/phoenixbanner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}