Angespielt: DSA Schicksalspfade

Gestern auf der RPC hatte ich 30 Minuten lang Zeit DSA Schicksalspfade in der Beta zu spielen und dem Supportteam von Ulisses Löcher in den Bauch zu fragen. Die Ansagen, die vom Verlag bei der ersten Vorstellung im hauseigenen Blättchen, dem Aventurischen Boten 151, getätigt wurden waren viel versprechend und machten Lust auf mehr. So sollte hier nicht die große Schlacht mit Truppenverbänden im Zentrum stehen, sondern der individuelle Held und dieser sollte auch noch eine Entwicklung durchlaufen können um so die Elemente des P&P in die Welt des Tabletop zu bringen. Was ist also von diesen Ansagen geblieben?

Das Setting

Gespielt wurde 1 gegen 1 auf einem A3 großen Spielfeld mit Gelände in Hexfeldeinteilung. Das Spielfeld stellte dabei eine Graslandschaft mit einigen Waldflecken und einem See mit Zulauf dar. Jeder bekam 2 Figuren und dann gings auch schon los. In unserem Fall die Reichsarmee mit einem Hauptmann und einem Kundschafter gegen die Eindringlinge aus Al’Anfa in Form eines Gladiators und eines Assasinen.

Für die Messe waren die Spielregeln mächtig vereinfacht worden, um auch Leuten, die noch nie von DSA gehört hatten das System näher bringen zu können.  Was übrig blieb war ein klassisches „Tabeltop“ Spiel, in dem man militätische Einheiten über ein Brett zieht und sich dann nieder macht. Die Sonderfertigkeiten waren nur teilweise nutzbar, da sich sonst ein nicht unerhebliches Missverhältnis in der Balance ergeben hätte (zumindest in unserem Szenario) und Story war eigentlich nicht anwesend (auch wenn unsere ganz persönliche Supporthilfe sich alle Mühe gab eine halbwegs plausible Geschichte auf die Beine zu stellen, danke dafür). Nebenan gab es noch Praioten gegen Borbardianer, was wohl etwas mehr Story zuließ, da die Jungs am Nachbartisch ordentlich fluchten über das Setting und die damit verbundenen Einschränkungen und Gegebenheiten (wie zum Beispiel ein ziemlich lästiger Fluss und reichlich Heilzauber).

Für einen Betatest (der auch als solcher angekündigt war) und auf einer Spielemesse ein akzeptabler Rahmen. Über den Tellerrand hinaus habe ich gesehen, dass die Presse einen tieferen Einblick in das System erhalten hat(was mich auf die Idee brachte nächste Mal auch einen Presseausweis zu beantragen, aber das nur am Rande).